Integration schreibt man mit ä

Keine Integration ohne Integrität

Montag, der Anfang einer neuen Woche. Das Wetter trug dazu bei, meine Laune richtig in den Keller zu befördern, denn draußen war es sonnig und der Himmel kristallklar. Wunderbar, einer dieser Momente, in denen man sich fragt, warum ich? Wieso sitze ich hier im Büro, während es draußen so schön ist. Noch dazu, hatte ich einen stressigen Morgen gehabt, da eines unserer IT-Projekte nicht das „machen“ wollte, was wir uns gewünscht hatten. Na gut, »Ich mache Mittag«, sagte ich zu einem meiner Kollegen, der die Stellung während meiner Abwesenheit halten sollte.

»Ein wenig frische Luft kann ja nicht schaden«, dachte ich mir.

Sekunden später saß ich auf dem Fahrrad und bin „gut gelaunt“ nach Hause gefahren. Mit Hunger im Bauch und der Freude im Hinterkopf, bald eine leckere Mahlzeit zu genießen. Denn die beste Freude, ist die Vorfreude.

Auf dem Weg dorthin sah ich zwei Mädchen (zwischen 7 und 10 Jahren) mit Migrationshintergrund, wie man heutzutage politisch korrekt sagt und schreibt. Migrationshintergrund? Ehrlich Leute, ich weiß nicht, wer solche Begriffe sich ausdenkt. Ernsthaft… werden in der Regierung extra Denker dafür eingestellt und bezahlt? Oder muss eine Elite-Gruppe von Studenten, bevor sie in das Parlament einziehen, eine Liste voll mit solchen Begriffe beim Kanzleramt abgeben? Oder wahrscheinlich liegt einer dieser Menschen abends im Bett und wacht schweißgebadet um 3:00 Uhr in der früh schreiend auf: »Heureka! Ich habe endlich den nächsten, ultimativen Begriff, um die Ausländer in diesem Land nicht zu beleidigen. Das wird der Hammer!«?

Hmm… aber nur vielleicht. Doch das ist genug Stoff für mehrere Beiträge und nicht Bestandteil dieser Geschichte. Deswegen kehren wir zurück zu unserer Erzählung… wo waren wir? Ah, genau. Ein Fahrrad, zwei kleine Mädchen und der Denis mit seinem Stress.

Ich sah die zwei Mädchen aus der Ferne und wollte gute Laune verbreiten: Ein gesundes Lächeln den Gesichtern fremder Leuten zu entlocken, ist ein Hobby von mir, das ich ungern aufgeben möchte. Eine günstige Gelegenheit nett zu sein und mich ein wenig abzulenken, denn dieses ungehorsame IT-Projekt wollte meine Synapsen nicht in Ruhe lassen.

»Hallo«, kam mir spontan über die Lippen, als ich an dem ersten kleinen Mädchen vorbei fuhr.
»…«, genau. Sie sagte nichts. Sie schaute mich einfach wie ein Auto an.

Sicherlich lag es an meiner Tonlage, die vermutlich so tief war – Sie hat mich nicht gehört – dachte ich mir. Aber es sollte nicht daran scheitern, die waren zu zweit. Ich wusste, was zu tun war: Lauter reden. Sicherstellen, dass meine Stimme von dem zweiten, älteren Mädchen wahrgenommen wird.

»Hallo«, rief ich erneut ein bisschen lauter, als ich an dem zweiten Mädchen vorbei fuhr. Und was sie dann sagte, überraschte mich sehr…

[Fortsetzung folgt…]

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Die negative und stille Post meiner Synapsen

Denis Domínguez - Der MotivAteur

Ich muss euch etwas gestehen, diese Woche bin ich mit meinem Ziel, die Weltherrschaft an mich zu reißen, NICHT sehr weit gekommen. Die Kraft hat mir gefehlt. Und dieser Mangel lag weder an dem Dauerregen, der zurzeit in ganz Deutschland sein Unwesen treibt, noch an der Abwesenheit der Sonne, sondern an meinem neuen Experiment: Wieder ein Selbstversuch, den ich vor genau einer Woche angefangen habe. Es ging um DeMotivation.

Ok, ich weiß… der Zeitraum von sieben Tagen ist sehr kurz, um ein vernünftiges Ergebnis über ein so kompliziertes Thema wie Selbstvertrauen, positive Impulse und Lebensenergie zu erzielen. Ich wollte tatsächlich erfahren, ob meine Gedanken in der Lage sind, meinen Werdegang zu steuern oder negativ zu beeinflussen. Überall lesen wir die Behauptung, dass unsere Gedanke unser Treiben lenken. Und wenn man nicht aufpasst, unsere gesamten Werdegang negativ beeinflussen. Meine Neugier durstete nach Antworten.

Der Test war ganz einfach, eine Woche lang…
– Abstand von dem starken Wort namens Motivation zu nehmen,
– keine Salsa-Musik in der Früh zu hören,
– nicht tanzen während des Kochens,
– anstatt den Tag mit einem Witz anzufangen, musste ich mir die schlechten Meldungen aus dem Radio anhören oder eine unglückliche Nachricht aus dem Netz – denn es wimmelt so von diesen elenden Botschaften überall da draußen.
– keine positiven Menschen ansprechen und falls jemand mich in ein Gespräch involvieren sollte, musste ich diese Unterhaltung so kurz und knapp wie nur möglich halten – Smalltalk untersagt.
– am Abend musste ich mir  wieder Nachrichten anschauen. Allein und vor dem Computer. Wenn das Gewicht des Tages am schwersten auf meinem Rücken lastete und meine blinzende Augen pausenlos nach Ruhe schrien. Und mit schlechten Nachrichten, meine ich richtig schlechte Nachrichten, denn ich habe diese extra ausgesucht, zielgerichtet gejagt, aus der Tiefe des Internets mühsam gefischt: Wie ein Vampir, der in einer dunklen Nacht seine verzweifelte Beute auflauert und am Ende gnadenlos verschlingt.

Ich kann nicht genau sagen was, aber während dieser Woche veränderte sich etwas in mir. Vielleicht waren diese ständigen, negativen Nachrichten schuld, oder der Mangel an Musik aus der Heimat in meinen müden Ohren, oder die Abwesenheit der guten Laune morgens in der Früh, oder wahrscheinlich war es nur meine Überzeugung, dass es mir schlecht gehen sollte, um meine eigene Wette zu gewinnen. Der Grund war nicht so wichtig, sondern das Resultat: Ich hatte keine Kraft, keine Lust, keine Motivation, um irgendetwas nach der Arbeit zu erledigen.

Depressionen aus Angst und Trauer

Ich würde es nicht wagen es eine Depression zu nennen, doch es hat sich verdammt noch mal wie eine angefühlt. So stark, so dramatisch, so leer. Ich weiß nicht, was im Kopf einer depressiven Person passiert. Denn meistens sind diese Gedanken das Echo einer schwereren Kindheit oder Traumata aus einer düsteren Vergangenheit. Und außerdem bin ich kein Psychologe, um solche Themen analysieren zu können. Aber in einem Punkt bin ich mir ganz sicher: Mit dieser Ladung an schlechten Botschaften, mit denen wir täglich konfrontiert werden, wird der Zustand dieser Personen bestimmt nicht besser. Und stell Dir vor… es war NUR eine Woche und ich konnte das Experiment jederzeit abbrechen. Ich möchte nicht wissen, in welcher Stimmung ich wäre, wenn dieser Zustand Monate dauern würde und ich nicht wüsste, wie ich solches Elend beenden könnte. Wieso versuchen diese Botschafter der dunklen Gedanken (viele Zeitungen, das Fernsehen, Nachrichtensender, nostradamische* Magazine und Co.) mit ihren apokalyptischen Prophezeiungen und schlechten Omen uns ständig in Angst und Panik zu versetzen: Krieg, Mord, Armut oder Weltkatastrophen. Haben diese Menschen irgendwelche düstere Zwecke, die unsere Synapsen sich nicht vorstellen können?

Dann habe ich mir gedacht: Es muss etwas getan werden. Wir müssen diese Dunkelheit mit Licht durchdringen! Und mit Licht meine ich nicht aus irgendwelchen Himmelsrichtungen. Nein! Ich meine der Vernunft aus unserem Inneren; aus unseren Gedanken, Erfahrungen und Überzeugungen. Denn es geht nicht darum, keine Angst zu haben – denn jeder spürt dieses lähmende Gefühl  ab und zu – sondern es geht schlicht und einfach darum, trotz seiner Angst, Schritte zu setzen, um diese zu überwinden, um seine Ziele im Leben zu erreichen.

Und ich habe damit angefangen, die Angst in mir zu besiegen. Die Dunkelheit abzuwenden. Mit Seminaren und positiven Impulsen: http://denis-dominguez.de/denis-dominguez-der-motivateur-seminare/#seminare

So etwas brauchst Du natürlich nicht, denn du bist ein fleißiger Leser meines Blogs und mit Sicherheit eine sehr kluge, starke und motivierte Person. Aber falls du jemanden kennst, der ein Stück Motivation, seine mentale Stärke verschärfen will, oder einen Ruck nötig hat, um in seinem Leben vorwärts zu kommen, schicke dieser Person diesen Link: Das Synapsen-Seminar  (http://denis-dominguez.de/seminar-dauerhafte-motivation/#synapsen_seminar_inhalt). So könnten wir gemeinsam ihrem inneren Schweinehund kräftig in den Hintern treten.

Das Synapsen-Seminar / Gegen Mobbing

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Mama, Mama… wo sind die Leute…?! (2)

Wo san di Leid?

(…)

Ja, es herrscht Krieg. Nicht nur in Südsudan, Syrien oder in anderen fernen Ländern, sondern auch bei uns in unseren Wohnzimmern. Ein lautloser Waffenkampf gegen die immer wachsende Digitalisierung. Die elektronischen Schlachten der modernen Zeit. Marlene übertrug das Lied vom Pete Seeger aus dem 1955 um die Menschheit auf die Gefahr des Wiederkehren der Kriege aufmerksam zu machen. Am Spielplatz hörte ich nur Stille. Hoffentlich durchdringt diese Geräuschlosigkeit die Köpfe unsere Kinder, um diese öfter von den Maschinen zu entfernen. Vielleicht merken sie dann, wie zauberhaft draußen alles ist. Und wir Eltern nicht gezwungen werden solche motivierende Sportprogramm-Maßnahmen zu ergreifen:

Sportprogramm | Rabenmütter | SAT.1 | TV
YouTube-Channel:
https://www.youtube.com/channel/UC7_LZ-6cxAv-osFwJKWE2WQ

Mehrere Videos findest du auf http://www.sat1.de/tv/rabenmuetter

Und jetzt gehe ich mit meiner Tochter Basketball spielen. 😉

☼ ☼ Ich wünsche Euch allen einen schönen, sonnigen Sonntag! ☼ ☼

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♪ ☼ ♫ Fröhliche Weihnachten ♫ ♪ ☼

Der Frühling steht vor der Tür und die warme Sonne begrüßt die fernen einsamen Berge. Alle bereiten sich vor, die neue Jahreszeit mit offenen Armen zu empfangen. Und ich sage nur: Bla bla bla… nichst da. Boah, was für einen Start hatte unser toller Frühling! Da fehlen nur die Piña Coladas auf dem Balkon. Und wenn man dem Wetterbericht Glauben schenken soll… die nächsten Tage werden noch so kuschelig bleiben. Meine Frau sagt mir immer, dass der Winter in Deutschland nur drei Monate dauert. Ich weiß nicht in welchem Deutschland sie wohnt.

Auf dieser Seite der Erdkugel wartet mein Körper sehensüchtig immer noch auf die Möglichkeit Vitamin D3 regelmässig zu resorbieren. Und während dieser Wartezeit freue ich mich, weil Freude unserer Leben bereichert. Wenn es schneit, lache ich, denn wenn ich mich nicht lache, schneit es sowieso.

In diesem Sinne: Ich wünsche Euch eine wunderbare Zeit mit euren Lieben und fröhliche Weihnachten in April:

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Die Macht der Dankbarkeit

Februar 2006, Freilassing. Der regional Zug hat Verspätung und ich einen wichtigen Termin in München, der zu platzen droht, wenn der Schnee nicht bald aufhört zu fallen. Eine rätselhafte Warnung verlässt den alten Lautsprecher am Gleis und ich starre die alten Boxen an, als ob die unverständlichen Sätze gleich mit Untertitel ausgestrahlt werden.
»…Vorsicht bei der Einfahrt« konnte ich am Ende des letzten Satzes gerade noch entziffern. Alle betroffene Passagier bereiten sich vor, die Bahn kommt.

Schon im Zug, nahm ich einen Platz in der zweiten Klasse am Fenster, senkte meinen müden Kopf an die Scheibe und schaute mir den immer ferner werdenden weißen Bahnsteig an: Abgabedatum, Projekte, Unterlagen, Anforderung, (…). Wie in einem Karussell drehten sich diese Gedanken pausenlos in meinem Kopf. Der ganze Stress und dieser verdammte Termin… Minuten vergingen. Endlich Ruhe.

»Ihre Papiere, bitte…!«, hörte ich plötzlich.
Oh, ein Augenblick nicht aufgepasst. Kurz eingeschlafen? Zwei uniformierte Polizisten standen vor mir. Der Mann wiederholte seine Aufforderung. Seine Partnerin – eine schöne, junge,  blonde Dame – sagte nichts. Sie blieb ruhig und beobachte mich. Die Polizisten spürten im Nacken die anschuldigenden Blicke der Passagiere, in dem zur Hälfte besetzen Wagon. Die Gesetzeshüter sind ohne Zweifeln direkt zu mir gekommen. Scheinbar wurde noch keine andere Person kontrolliert. Nur ich. Langsam fixierten meine Augen sein Gesicht. Dann zog ich sachte aus meiner linken Tasche einen nagelneuen deutschen Ausweis heraus. Er nahm ihn und machte einen Schritt zurück zu seiner weiblichen Kollegin.

Jetzt wäre der günstigste Moment gewesen um die »Sie-kontrollieren-mich-nur-weil-ich-ein-Ausländer-bin« Karte zu spielen. Vielleicht lag es dran, dass ich müde war oder, dass ich vor ein paar Monaten ein vollständiges Mitglied dieser Gesellschaft geworden bin. Aber mir kam nur ein Wort über die Lippen: »Danke«.
Der Polizist verstand meine Worte nicht. Seine Körpersprache offenbarte seine Überforderung. Sein Gesicht fand keine 
definitive Mimik um die Unsicherheit schnell genug zu verbergen. Erstaunlich, welche Kettenreaktion von widersprüchlichen Emotionen so ein winziges Wort in einer heiklen Situation auslösen kann.
»Wieso Danke?« wollte er unbedingt erfahren ohne mich anzuschauen.
»Stellen Sie sich vor, ich wäre ein gesuchter Verbrecher. Sie hätten mich ertappt. Ich wäre jetzt verhaftet…« erklärte ich.
»Ok…« sagte er noch verwirrt. Seine Verzweiflung hatte ihn noch im Griff. Scheinbar ist Lob Mangelware in diesem schwierigen Beruf .
»Im Grunde genommen, …« fuhr ich fort »… beschützen Sie mich auch und dafür danke ich Ihnen.« so beendete ich mein Statement.
Er hob seinen Blick, und grinste zu seiner Kollegin. Schloss meinen Pass und gab ihn mir lächelnd zurück. Beide verabschiedeten sich höfflich und wünschten mir einen schönen Tag.

»Ihre Papiere, bitte…!«, hörte ich noch einmal weiter hinten im Wagon.

Später in München hatte ich ein erfolgreiches Meeting. Das Projekt war gerettet. Sein Wunsch ging in Erfüllung: ich hatte einen schönen Tag in dem herrlichen München. Die Hauptstadt Bayerns.

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Bayern – des sama mir?

Bayern ist ein wunderschönes Bundesland, wo Menschen sich freundlich grüßen und für einander sorgen. Habe ich mir immer schon gedacht…

Und … so ist es auch. Sogar damals 1998 als ich zum ersten Mal in Minga am Flughafen gelandet bin: Ein einmonatiger Sommerurlaub, der sich um zwei zusätzliche verlängert hatte . Obwohl ich die Sprache kaum kannte und mir alles fremd vorkam, konnte ich etwas sofort erkennen und bewundern: Schöne, offene, lächelnde Gesichter überall wohin das Auge auch reichte. Auf den Straßen, im Supermarkt und in der Stadt. Alle schienen wohlgesonnen zu sein.

Seit 1999 lebe ich hier – In Bayern. Die Liebe hat mich aus Kuba hierher verschleppt und bis heute bereue ich es nicht diese Lebensfreude kennengelernt zu haben. Als Kubaner dachte ich, dass wir die Freude selbst erfunden hätten, aber nein, ich habe mich geirrt. Die Bayern wissen auch wie man Glückseligkeit empfindet.

Diese lustigen Bayern. Irgendwie ansteckend. Das meine ich ernst. Vor allem – dieser Leberkäse-mit-Bier-Sauerkraut-Humor. Einfach herrlich.

Da lossd ma se’s guad geh. Von der Lässigkeit der Bayern schneide ich mir immer wieder eine Scheibe ab.

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Wo sind die Leute?

1987. Im Berliner Theater Schöneberg sitzen die Zuschauer still auf ihren Stühlen. Die Neugier ist spürbar.  Alle sind gespannt, wer als Nächstes die große Bühne betritt. Die ersten Töne erklingen. Instrumente spielen synchron. Eine akkurate Präzision.
♫ Sag mir wo die Mädchen sind, wo sind die geblieben…? ♪ ♫ …
♫ Sag mir wo die Männer sind, wo sind die geblieben…? ♪ ♫ …
die unverwechselbare Stimme von Marlene Dietrich erreicht ein Meer von Zuhörer. Diese wiederkehrende Frage: wo sind die Menschen geblieben, die wegen den ganzen Kriegen – überall auf der Welt – von uns gegangen sind? Aber keine Antwort kommt zurück.

Quelle: YouTube: Marlene Dietrich – Sag mir, wo die Blumen sind.
https://www.youtube.com/watch?v=aLAxbQxyJSQ

2017, Mitterfelden. Dreißig Jahre später am Basketballplatz unserer Gemeinde frage ich mich, wo die Leute sind. 22 Grad im Schatten. Der Frühling grüßt und kaum jemand im Sicht um dessen Wärme entgegen zunehmen. Mit meiner Nostalgie stehe ich alleine da. Vor Jahren wären hier um dieser Zeit viele Spieler gewesen. Wir mussten mehrere Teams bilden und rotieren. Wo sind sie geblieben? Hocken alle Jugendlichen Zuhause vor dem Fernsehen oder betreiben einen Turnen-Marathon der Daumen an ihren Smartphones? Merken die nicht wie schön es jetzt draußen wieder wird?

Ja, es herrscht Krieg. Nicht nur in Südsudan, Syrien oder in anderen fernen Ländern, sondern auch bei uns in unseren Wohnzimmern. Ein lautloser Waffenkampf gegen die immer wachsende Digitalisierung. Die elektronischen Schlachten der modernen Zeit. Marlene übertrug das Lied vom Pete Seeger aus dem 1955 um die Menschheit auf die Gefahr des Wiederkehren der Kriege aufmerksam zu machen. Am Spielplatz hörte ich nur Stille. Hoffentlich durchdringt diese Geräuschlosigkeit die Köpfe unsere Kinder, um diese öfter von den Maschinen zu entfernen. Vielleicht merken sie dann, wie zauberhaft draußen alles im Moment blüht. Denn der Frühling ist endlich wieder da.

Mama, Mama… wo sind die Leute…?! (2)

 

Der versteckte Tourist in mir

Ein Tourist wollte ich immer schon sein. Auf Kuba schaute ich mir diese fremden Leute manchmal mit Begeisterung, andere Male mit einem gewissen Neid an.

Segway in Salzburg / Der Tourist in mir
Segway Sightseeing Tours in Salzburg

Genau. Ich wollte schon immer als Tourist behandelt werden. Musste aber vorher 8.045 Kilometer von meiner Heimat wegfliegen um mir diesen Traum zu gönnen. Sentimental werde ich jetzt nicht. Ganz im Gegenteil, ich freue mich jedesmal, wenn ich bei unseren Nachbarn in Österreich unbehindert durch die engen Gassen fahren kann und ohne Einschränkungen dieses schöne Land erkunden darf. Ich sage Euch… so ein Segway ist gar nicht schlecht um den ganzen Tag von A nach B zu düsen.

Manchmal muss man seine Komfortzone verlassen um etwas neues zu entdecken. Ja, ich wollte immer ein Tourist sein. Und ich wurde es auch. Im Doppelpack. Ein Tourist im Ausland; Ein Kubaner in dem schönen Österreich.