Der Mann im Mond (Gastbeitrag)

Vor ein paar Wochen nahm ich an dem Treffen der BGL-Autoren teil. Was soll das sein? Eine Gruppe von Autoren, die im und über das Berchtesgadener Land schreiben. Einfach genial.

Am Ende der Veranstaltung trafen wir uns bei ein paar Snacks und Getränken um Gedanken, Erlebnisse und Erfahrungen auszutauschen. Dabei hatte ich die Ehre eine dieser ausgezeichneten Autoren kennenzulernen: Daniela Brotsack oder besser gesagt Exlibris-d, Die RichtigSetzerin.

Daniela Brotsack - Exlibris-D

Daniela korrigiert nicht nur deutschsprachige Texte, sondern schreibt leidenschaftlich über unser schönes Berchtesgadener Land und Umgebung. Hier ein kleiner Geschmack ihrer Arbeit:

Der Mann im Mond

Wer kennt sie nicht, die Geschichte vom Mann im Mond. Ein Mann, der den Sonntag nicht heiligte und deshalb sein Bündel Reisig statt auf Erden einsam auf dem Mond herumtragen musste. So oder ähnlich die alte Sage.

Das wirft in unserer hochindustriellen Zeit natürlich ein paar Fragen auf, wie zum Beispiel: Muss der Mond inzwischen nicht überbevölkert sein? – Gibt es den „gerechten Gott“ in unserer Zeit nicht mehr? – Ist der Sonntag überhaupt noch heilig? – Ist die Geschichte doch nur erstunken und erlogen? und ähnliches mehr.

Aus diesen und anderen Gründen versuchen Forscher und Astronauten unseres Zeitalters mit aller Kraft herauszufinden, was auf dem Mond geschieht. Ob es dort Leben gibt oder je gab. Doch niemand ging jemals ernsthaft der Frage nach, was aus dem legendären und ersten Mann im Mond eigentlich geworden ist.

Als der Mann aus alter Zeit seine Strafe abgesessen hatte (und sie dauerte ganz schön lange für ein relativ kleines Vergehen), wurde er natürlich wieder auf die Welt entlassen. Der für ihn zuständige Kerkerknecht kam und gab ihm seine Papiere zurück. Sogar das Reisigbündel durfte er behalten. Wegen guter Führung und so.

Da es damals noch keine Rehabilitierungsmaßnahmen gab, stand er erst einmal dumm vor seiner Kate. Denn diese nannte inzwischen ein anderer sein Eigen. Von wegen Grundbuchamt, in der Zeit war ja noch nichts geregelt. Wenn ein Haus leer stand für längere Zeit, dann wurde es einfach von dem Nächstbesten in Besitz genommen. Also sah er sich nach einer Nichte um, die irgendwo in einem nahen Dorf wohnen müsste. Als er sie gefunden hatte, bekam er von ihr eine eindeutige Absage, in ungefähr folgendem Wortlaut: „Der Gotteslästerer hätte sich zum Teufel zu scheren“.

Kurz und gut, nach gut einer Woche stand der Mann wieder vor seinem Kerkerknecht und wollte zurück auf den Mond. „Wissen Sie, dort oben war es so schön einsam. Niemand hat mich fortgejagt oder mich angeschrien. Ich würde so gern wieder in mein altes Gefängnis zurückgehen und dort mein restliches Leben verbringen.“

Mitleidig sah ihn der Kerkerknecht von oben herab an. „Tut mir leid, der Mond ist schon wieder besetzt. Diesmal sind sogar drei gleichzeitig oben. Lauter Sünder vor dem Herrn.“

Es half kein Bitten und kein Betteln, der Mann musste auf der Erde bleiben. Er fand mit Mühe ein Plätzchen, an dem er bleiben konnte und hatte doch noch wider Erwarten einen ruhigen Lebensabend.

Diese Geschichte war der Anfang vom Ende. Der erste göttliche Gefangene läutete eine Reihe von Strafvollzügen ein und in einem gewissen Sinn auch das Ende der Welt, die doch einmal das Paradies gewesen war. Oder war das auch nur wieder so eine Geschichte, deren Wahrheitsgehalt man nicht so genau prüfen kann?

Nach der Sache mit dem Mann im Mond bekam nämlich die Monddirektion mit der Zeit massive Probleme. Die Sünder, die den Sonntag entweihten durch Arbeit wurden immer mehr. Dazu kamen noch viele andere von anderen Religionen, die sich Verstöße gegen die göttliche Ordnung zuschulden kommen ließen.

Der Mond war bald dermaßen überfüllt, dass er drohte, aus den Angeln des Weltalls gehoben zu werden und abzustürzen. Das konnte man jedoch auf keinen Fall riskieren. Denn der Mond wurde dringend benötigt zur Berechnung der Gezeiten und als Nachtlicht für die Tierwelt oder auch als romantische Lampe für Verliebte. Also, was tun? Da war guter Rat teuer.

Zuerst wurden unzählige Prediger aller Konfessionen auf die Erde geschickt mit dem Auftrag, die Menschen zum Guten zu bekehren. Dieser Plan aber scheiterte so kläglich, dass das göttliche Gremium sich die Haare raufte.

Daraufhin einigte man sich auf einige drastische Maßnahmen wie Kriege, Hungersnöte, Seuchen, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Unfälle mit vielen Opfern, Erdrutsche, und vieles mehr. Diese sollten die Menschen zum innehalten und Nachdenken bringen. Doch wieder half nichts. Die Menschen wurden nicht besser, sondern eher das Gegenteil traf zu.

Keiner sah mehr während der Arbeit zum Himmel auf oder hielt gar inne, um der Landschaft zu huldigen. Kaum jemand kümmerte sich mehr um seine Nachbarn oder die Familie. Jeder wurde schließlich zum Einzelkämpfer und sah nur den eigenen Vorteil in allem, was er tat. Der Göttliche Ratschluss war also etwas fehlgeschlagen. Wieder setzte man sich in einem Gremium zusammen, um zu beraten, was zu tun wäre.

Zu guter Letzt setzte sich eine neue und sensationelle Idee durch: Die Erde sollte nun zum Verbannungsort werden, auf dem sich die Menschen ganz nach ihrem Willen selbst zerstören könnten.

Nur eine kleine Auslese von wirklich sündenfreien Menschen mit einem absolut reinen Gewissen wurde (und wird auch heute noch von Zeit zu Zeit) auf einen Planeten verfrachtet, der „das Paradies“ genannt wird und eine angenehme Atmosphäre bis zum letzten Atemzug bietet. Nur dort werden alle Wünsche wahr und jedes Lebewesen wird geachtet. Doch dieser Planet liegt in einer ganz weit entfernten Galaxie und kann von den Menschen der Erde niemals gefunden werden.

Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass Astronauten jedes Erdteils immer wieder mit derselben Nachricht zur Erde zurückkehren: Der Mond und alle anderen Planeten sind unbewohnt!

© Daniela Brotsack, 07.02.2001 – korrekt@exlibris-d.de

Mehr Information über die Autorin findest du unter: http://exlibris-d.de

 

Einmal Panikzone hin und zurück

Um eine Sache dauerhaft zu lernen, muss man erkennen, dass man diese Sache vorher nicht gekannt hat und außerdem muss man bereit sein, das Erlernte praktisch anzuwenden. Dies ist meine Meinung.

Kompliziert und philosophisch ausgedrückt? Vielleicht, aber damit will ich nur sagen:
»Wissen allein reicht nicht aus, oft muss man handeln.« Denn:
»Wissen zu besitzen ohne Taten zu vollbringen, bringt rein gar nichts.«
Und ich fahre fort mit meiner Überlegung …
»Taten zu vollbringen ohne zu wissen, wo sie eingesetzt werden sollten, ist der klare Beweis, dass man nicht viel weiß.«

Ich weiß nicht genau, wo du in deinem Leben deine Taten vollbringen solltest, denn dies ist der Preis der Freiheit: Das musst du selbst herausfinden.

Doch um deine Suche zu verkürzen, werde ich dir etwas verraten.
Es gibt einen Ort, an dem du deine Suche nicht beginnen solltest.
Denn dieser Ort ist für das innere Wachstum nicht geeignet.
Es ist ein Ort, wo das Lernen stagniert und man nicht viel erreichen kann.
Dieser Ort heißt: Deine Komfortzone.

Das Leben beginnt dort, wo deine Komfortzone endet

In dieser Zone, fühlst du dich sehr wohl.
Dort ist es sehr bequem für dich und du brauchst keinerlei Anstrengung, um deine Ziele zu erreichen.
Ja, genau da, wo dein Schweinehund wohnt und er dich immer wieder hinschleppt. Denn dieser Schweinehund macht seine Aufgabe sehr effizient: Dich vor dem Elend dieser Welt zu schützen.

»Tja! So was weiß jeder«, denkst du bestimmt.

Und ich frage mich dann: »Wenn es jeder kennt, wieso verlässt nicht jeder seine Komfortzone, um seine Ziele zu erreichen?

Ich hätte da so eine Theorie, einen Gedanken oder besser gesagt eine Vermutung, warum Leute ihre Komfortzone nicht gern verlassen:
Aus Angst.

Angst etwas zu verlieren.
Angst vor Ablehnung.
Angst vor dem Unbekannten.

Dein Problem mit dem Problem umzugehen

Doch außerhalb deiner Komfortzone findet das aufregende Leben statt. In meiner Theorie, begegnest du dir in der nächsten, wenn du diese Zone verlässt. Eine neue Zone, in der du sogar neue Dinge entdecken kannst. Und genauso nenne ich die benachbarte Zone: Die Entdeckungszone.

 

Verlasse deine Komfortzone

Und aufgepasst, da dieses Gebiet so dicht an der Komfortzone dran ist, könntest du jederzeit zurückkehren, falls es ungemütlich wird. Doch ich kann es dir versichern, die Reise lohnt sich gewiss. Denn wenn du dich traust und deine Reise der Entdeckung fortsetzt, könnte es sein, dass du die nächste Zone entdeckst. Eine wenig bekannte Zone, die ich dir vorstellen möchte. Ich rede von der Panikzone.

Deine Panikzone

Genau dort, wo unsere Ängste am größten sind. Und die Unsicherheit unsere Aktionen lähmen kann. Eine Zone des Grauens für viele. Dort wo wir uns gar nicht auskennen. Wo man alles aufs Neue lernen muss. Und je länger deine Aufenthalt dauert, desto mehr lernst du dein neues Wissen anzuwenden.

Was ist die Panikzone

Ich glaube an der Kraft des Lernens in der Panikzone. Ein Ort, wohin viele von uns öfter bewusst verreisen sollten.

Manche Leute fragen mich oft, welcher der schnellste Weg wäre, um eine wichtige Veränderung im Leben vorzunehmen. Mit WICHTIG meinen sie eine dieser Entscheidungen, die ein ganzes Leben umkrempeln könnten: In eine neue Stadt zu ziehen, einen neuen Job zu finden oder eine lange, aber nicht mehr funktionierende Beziehung endgültig zu beenden. Die Antwort dieser Frage fällt mir nicht immer leicht, denn sie hängt von vielen Faktoren ab: Umgebung, Weltanschauung oder Überzeugungen der betroffenen Person. Doch einen Tipp gebe ich immer mit auf den Weg: »Trainiere deinen Entscheidungsmuskel. Fang langsam mit kleinen Übungen an. Durch dieses Training wirst du später mit großen Entscheidungen gut umgehen können. «

Fazit

Auf gut Deutsch heißt es: Fang mit kleinen Schritten an. Verlasse ab und zu für einen kleinen Augenblick deiner Komfortzone. Schritte wie: In einer Party eine neue Tanzrichtung auszuprobieren:

Oder im Restaurant 30 Sekunden nachdem der Kellner dir die Speisekarte gebracht hat, deine Bestellung abzugeben.

Und wer weiß, vielleicht, während du deine Komfortzone verlässt und durch deine Entdeckungszone verreist, könntest du aus Versehen in der Panikzone landen und ohne es zu wollen etwas Neues für dein Leben  lernen.

Was Avicii mir bestätigt hat

Warum ich auf Avicii nicht mehr neidisch bin

Vor ein paar Wochen habe ich in der Zeitung eine sehr traurige Nachricht gelesen.

»Avicii ist tot.«

Oder besser gesagt, hat sich das Leben genommen. Da seine Familie wegen der Trauer keine weiteren Informationen geben wollte, war am Anfang nicht ganz klar, was tatsächlich passiert ist, doch am Ende wurde der tragische Verdacht bestätigt. Selbstmord!

Was?! Echt, jetzt? Der schwedische Komponist und Star-DJ Avicii? Tot?!

Avicii - Close Up
Quelle: http://www.avicii.com Avicii | Official Site

Obwohl ich ihn nicht kannte, kann ich mir anhand seiner Videos und Bilder aus dem Netz vorstellen, dass er ein cooler Typ war: Ein begabter Künstler mit viel Talent, Ehrgeiz und Träumen.

Als ich die Nachricht seines Todes zu Ende las, spürte ich keine Trauer, keine tiefsinnigen Gedanke durchkreuzten meine Synapsen. Mir ging in diesem Augenblick nichts durch den Kopf, außer Neugierde: Wie viele Menschen mögen seine Musik wohl noch hören? Vielleicht lag es an meiner Instagram-Paranoia , so viele Follower in diesem Jahr wie nur möglich zu bekommen, aber meine nächste Reaktion war einfach seinen Instagram-Account zu besuchen:

Quelle: Avicii Instagram | https://www.instagram.com/avicii/

»Was? Mehr als 8 Millionen Follower?!«
Er hatte mehr Anhänger als wir Kubaner im Exil leben. Der Mann war der Wahnsinn!

Ja, zugegeben, als ich sein Instagram-Konto sah, spürte ich keine Melancholie, sondern nur Neid.
Neid, dass er es so weit geschafft hatte.
Neid, dass er diese Follower-Anzahl hatte, die ich niemals in meinem Leben erreichen werde.
Ich habe weder seine harte Arbeit, noch die schlaflosen Nächte über die Jahre gesehen, sondern nur diese Zahl: 8,5 Millionen.

Aber, sag mal, warum dieser Neid? Liegt es in unserer menschlichen Natur dem Anderen keinen Erfolg zu gönnen?

Music is a big part of my life 🤫

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Doch als mein Blick über seine Bilder und Videos auf Instagram flog, überkam mich ein völlig anderes Gefühl: Mitleid.
Mitleid, dass er doch so früh (mit 16 Jahre) angefangen hatte und sich nicht entscheiden konnte, ob dieser sein richtiger Weg sein sollte.
Mitleid, dass er durch Drogen, Alkohol und Co. bis ans Ende seiner Tage so sehr gelitten hat.
Mitleid, dass die Touren, das große Geld und die Fans ihm nichts genutzt haben, denn am Ende jedes Auftritts wurde er noch trauriger und kränker. Mitleid, weil keiner seiner 8 Millionen Anhänger es kommen gesehen hat.

Friends = Family ❤️

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Er hatte bereits alles, was viele sich wünschen: Er war jung, gut aussehend und sehr erfolgreich. »Mann! Er hätte fast jede Frau haben können.« Doch, ohne mich zu weit aus dem Fenster lehnen zu wollen, vermute ich, dass genau diese Tatsache ein großes Problem für einen sensiblen Mensch wie ihn darstellte. Er hätte nicht Hundert, Tausend oder Millionen Menschen gebraucht, sondern nur diese eine Person, die sich um ihn gekümmert hätte.
Eine Person, die ihn verstanden hätte.
Eine Person, die ihn durch die harten Tage des Showbusiness begleitet hätte und ihre Schulter als Stütze angeboten hätte, um Aviciis Schmerzen zu lindern.

Und obwohl ich das Heilmittel gegen Depressionen und ein perfektes und erfülltes Leben nicht kenne, Avicii hat mir wieder bestätigt: Geld, Ruhm und Ansehen sind es auch nicht.

Danke Avicii für diese Lehre und ich wünsche dir Frieden, egal wo du jetzt bist. Ich bin nicht mehr neidisch auf dich, denn deine Botschaft ist bei mir gut angekommen. Ruhe in Friede mein Freund. Deine Fans werden dich niemals vergessen und durch deine Musik wirst du immer in unseren Herzen bleiben.

Quelle: Privat & Avicii Facebook Site (11.08.2017)

Opium im goldenen Alter

Gold hat im Laufe der Zeit für uns Menschen immer etwas besonderes bedeutet. Es ist als ob dieses Wort wertvolle Schätze in unserem Leben verkörpern könnte. Sachen, die unter die Haut und uns sehr nahe gehen. Wie zum Beispiel: Eine goldene Hochzeit.

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Ja, goldene Hochzeiten… ein starkes Symbol für mehr als 50 Jahre gesammelte Erfahrungen auf einem harten Lebensweg; ein Bündnis zwischen zwei Personen, die während einer kurzen Ewigkeit gemeinsam die Strapazen der Ehe ausgehalten haben.

Aber auf Kuba verwenden wir dieses Wort mit einer anderen Bedeutung in folgender Metapher: Das goldene Alter:

La Edad de Oro
La Edad de Oro (Das goldene Alter) / 1889. Autor: José Martí.

Damit meinen wir die frühen Jahre in der Schule, wenn wir stets auf der Suche nach Vorbildern sind, täglich irgendwelche Entdeckungen anstehen oder uns negative Erfahrungen stark prägen.

Ja, diese Momente, in denen sogar die fehlende Motivation früh genug die Flügel unserer Hoffnung abschneidet und wir den Glauben an die Zukunft verlieren können.

Eine kurze Epoche im Leben voller Erinnerungen, die keiner von uns vergessen kann. Weil manche bitter schmecken oder wie Pech so sehr an unseren Synapsen kleben, dass wir uns manchmal ganz schwer davon lösen können. Und genau dann, während dieser Zeit der Verwandlung, möchte  ich mein Opium verbreiten…:

»Warum machst du das mit den Kindern?«, fragen mich immer wieder Leute, die mich zwar kennen, aber meine Absichten nicht vor Augen haben.
»Was denn?«, frage ich zurück, als ob ich die Frage nicht verstanden hätte.
»Ja, das… in die Schulen gehen, um deine Seminare den Kindern anzubieten?«
»Ganz einfach…«, antworte ich mit einem Grinsen im Gesicht, »… um sie abhängig zu machen!«
»Wie abhängig…?«
»Weißt du, wie ein Drogendealer seine Kunden am schnellsten gewinnen kann?«, frage ich.
»Nein«, sagen die meisten. »Ich kenne keine Drogendealer«, kommt fast immer zurück.

»Ok«, lächle ich. »Und das ist gut so. Aber keine Sorge, ich verrate es dir: Der Drogendealer verschenkt seine Ware an die Kinder in den Schulhöfen… und wartet, bis sie süchtig werden. Und später, wenn die Zeit samt Sucht reif genug ist, kostet die Ware das Doppelte!«
»Ah… so!«, bekomme ich als Antwort zu hören.
Darauf sage ich endgültig: »Dasselbe mache ich… aber nicht mit Drogen, sondern mit angewandtem Wissen

Fazit

 

Der Raub

Luisa war schon sehr spät dran. Die bevorstehende Vorlesung in der Uni versprach noch langweiliger zu werden als sonst, doch sie konnte diese Tatsache nicht erneut als Grund verwenden, um die erste Stunde zu schwänzen. Denn in letzter Zeit waren ihre Noten nicht so vielversprechend und obwohl sie den Grund nicht kannte, fehlte ihr oft die Kraft und die Konzentration den normalen Alltag zu meistern. Zu wenig Schlaf… vielleicht? Ach… egal!
Rasch aus dem Bett, schnell noch ein paar Sachen von gestern erledigen, Zähne putzen, duschen, frühstücken und nichts wie raus aus der Wohnung. Zur U-Bahn.

Photo by Gabriel Matula on www.Unsplash.com

»Heute sind Sie aber spät dran«, hörte Luisa jemanden oben im Treppenhaus sagen, als sie in Eile die Stufen hinunter sauste.
»Ja, da haben Sie Recht«, stimmte Luisa der älteren Dame zu, um bloß nicht anzuecken.
„Die Klappe halten, wenn andere reden“… genau so, wie sie es von ihrer Mutter Jahre lang in der eigenen Familie gelernt hatte, wenn der besoffene Vater immer wieder seiner Herrscherdiktatur im Haus den freien Lauf gelassen hatte.
»Das ist Ihnen in der letzten Zeit aber öfter passiert«, schrie die neugierige Nachbarin lauter, ohne den Hauch einer Intention die junge Dame in Ruhe zu lassen, als Luisa ganz unten das Ende der Treppe erreicht hat.
»Ja, ja… da muss ich das nächste Mal besser aufpassen. Der Wecker… Sie wissen schon…«, kam aus Luisa raus, obwohl dieser andere Satz für eine Sekunde durch ihren Kopf schoss:
»So wie Sie sich in das fremde Leben der Nachbarn einmischen?!«.
Doch sie hat sich nicht getraut, diese Antwort zu geben. Einen Schritt weiter zu gehen, um dem inneren Kind in ihr zu widersprechen? Nein, denn ihr inneres Kind würde es nicht zulassen; was soll eine Sekunde der Vernunft gegen 23 Jahre Tyrannei und Demütigung ausrichten können?

»Nein, nein. Ich weiß nicht, wie das ist!«, sagte der Hausdrachen von oben. »Ich bin nie zur Uni gegangen und zu meiner Zeit gab so etwas nicht: Eine junge Dame, die alleine ohne Mann wohnt… und das ist …«, Luisa wollte sich die Plauderei nicht länger anhören.

Endlich draußen. »Geschafft!«, sagte sie, während die Nachbarin oben im Treppenhaus unverständlich weiter vor sich hin sprach.
»Beep, beep!«, ihr Smartphone vibrierte.
»Was soll ich jetzt noch machen?«,  war eine neue Nachricht zu lesen.
Der Hilfeschrei, den oft keiner hört, kam von Elli. Das verzweifelte Mädchen von nebenan, das nie gelernt hat, ihr Leben aus eigener Kraft in den Griff zu bekommen. Scheinbar hatte sie schon wieder Ärger mit ihrem neuen Lover und brauchte Rat samt einer Schulter zum Ausweinen. Denn das ist einfacher als aus den eigenen Fehlern zu lernen. Und welche Adresse sollte besser sein als Luisa? Diese unzertrennliche Sandkasten-Freundin, die immer da ist, wenn man sie braucht. Das Mädchen, das nicht Nein sagen kann und sich nie wehrt, wenn ihr irgendetwas nicht passt. Die perfekte Oase, um seine angestaute Wut abzuladen.

Luisa blieb vor dem Gebäude stehen. Sie wollte ihrer Freundin helfen oder besser gesagt, wie gewohnt sich opfern, um die notwendige Bestätigung ihrer Güte als Dopamin-Schuss zu bekommen. Diese tägliche Dosis, die manche so dringend brauchen.

»Könnnen wir später drüber redden?«, vertippte sie sich, als die Textkorrektur am Handy nicht mir ihrer Nervosität zusammen spielen wollte.
»Beep, beep!«, eine neue Nachricht von Elli…
»Du hast gesagt,…«, las Luisa weiter im Stehen, »…du wärst  IMMER für mich da. Manchmal frage ich mich, ob Dir unsere Freundschaft etwas bedeutet!«, bekam sie als Antwort zurück.

Luisa wusste nicht, was sie tun sollte, zur U-Bahn rennen, um die Vorlesung in der Uni nicht wieder zu verpassen oder die erwartete seelische, digitale Paartherapie am Telefon zu starten? Oh Mann…! Dieser Stress, blöde Kommentare der Nachbarin, Zweifel an der Freundschaft…? Und das alles vor der ersten Zigarette?

Der Weg zur Uni war wie erwartet: Nur blöde Menschen unterwegs, keine freien Sitzplätze in der U-Bahn, und jeder saß vertieft wie ein Zombie in seiner digitalen Welt.

An der Uni angekommen, ging sie – wie zweimal in der Woche – durch den großen Hörsaal, nahm ihre Kommilitonen nicht wahr und setzte sich ganz hinten hin, um endlich an der Vorlesung teilzunehmen. Minuten später als ihre Synapsen die monotone Stimme des Professors in den Hintergrund rückten, dachte sie aus unerklärlichen Gründen über ihr Leben nach. Ohne Kraft und voller Zweifel ging ihr wieder ein Gedanke durch den Kopf: „Ich wurde seelisch beraubt und verbal missbraucht, ohne den Täter zu identifizieren und nicht einmal zu erkennen, was oder wer eigentlich die Beute war“.

Und du? Wie oft in deinem Leben ernährst du eine Energievampire?:

Maria MattiesYouTuberin / Mental Coach / Insta: @mariamatties

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Wenn es nichts zu tun gibt, dann tue nichts

Dein Recht auf Abschalten!

Immer schneller, stärker und höher. Fast alle sind verrückt nach Profit. Es geht um Leistung, Leistung und noch mehr Leistung. »Doch am Ende wird ALLES gut«, hat jemand gesagt. Nur das „Wann“ hat er völlig vergessen zu erwähnen.

Wie lange sollen wir unseren Träumen folgen, bis wir am Ziel sind?
Wie lang mag unser Weg dorthin wohl sein?
Wie lange sollen wir etwas „versuchen„, scheitern und wieder aufstehen, bis wir reif genug sind zu erkennen, dass dieser doch nicht der richtige Weg ist und wütend den Rest der Welt zum Teufel jagen?

Ok, ok… ich bin derjenige, der ständig predigt, dass man seine Ziele nicht aus den Augen verlieren sollte und seine Motivation stets aufrecht erhalten sollte… aber irgendwann ist es soweit. Irgendwann braucht man seine Auszeit. Diese Tage, an denen dir alles egal ist und deine Synapsen folgende Sätze ganz leise aus deinen eigenen vier Wänden hinaus brüllen: „Sie können mich alle kreuzweise am Ar*** leck**! Ich bin weg!“

Und letztes Wochenende war es bei mir soweit. Diesen Schrei habe ich genau in Kaprun gemacht. Oben auf den Bergen, wo die ganze Welt mich hören konnte. Dort, wo die Zeit etwas langsamer läuft, alle Menschen sehr freundlich sind und der kristallklare und weiße Schnee das ganze Jahr die Spitzen der Alpen zudeckt (Es ist natürlich nicht so, aber diesmal will ich einfach nur dran glauben!).

Es war ein Ausflug, den unsere Modelagentur vor Monaten geplant hatte. Dabei sollten gute Freunde sich wieder treffen und eine gemeinsame Auszeit genießen. Und diese schönen Momente will ich hier verewigen:

Frühaufsteher unterwegs…:

 

Manche sind Skifahren gegangen…:

Und danach trafen wir uns ALLE im Spa-Bereich…:

Dann  am Abend…:

Fazit

Ja, wir haben unser Ziel erreicht: Richtig miteinander Spaß gehabt.
Das Zusammentreffen war ein Erfolg und wir haben für einen Tag und eine Nacht den stressigen Alltag hinter uns gelassen. 😉

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Frohe Ostern!

Ich wünsche Dir frohe Ostern
und ein erholsames Wochenende
mit Deiner Familie!

Mentale Stärke durch Humor III

»In ungefähr sechs Monaten werden Sie nie wieder laufen können«, sagte der Arzt zu ihr.

Verdammt! Pech gehabt?! Really?

Tja, was soll man nach dieser Hiobsbotschaft unternehmen? Ins Gesicht und ohne jegliche Vorbereitung: Eine unerwartete Prognose bei einem ärztlichen Routinebesuch.
»Keine Ahnung…«, würdest Du bestimmt sagen.
»Ich auch nicht«, gebe ich selbst zu.

Doch heute zeige ich Dir eine Person, die sich mit dieser überraschenden Wendung in ihrem Leben auseinandersetzen musste und eine harte Entscheidung getroffen hat. Eine mutige Dame, die trotz dem langen Weg der Besserung ihre Motivation immer wieder gefunden hat.

Ich zeige Euch ein Interview mit einer tapferen Frau, die ihr Schicksal mit viel Mut, Selbsttherapien und einer Prise Humor in die eigenen Hände genommen hat, um ihre Krankheit zu besiegen:

Fazit

Noël Coward hat einmal gesagt, dass Humor wie Kaviar wäre: Er sollte nur in kleinen Bissen genossen werden und nicht dick aufgetragen wie Marmelade. Und davon bin ich überzeugt. Ein wenig Humor in schweren Momenten kann helfen unsere Psyche gesund werden zu lassen.

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Mentale Stärke durch Humor II

Stell Dir einen Krieg zwischen Deinem Bauch und Deinem Verstand vor.
Stell Dir einen unglücklichen Kampf geleitet von Deiner Vernunft mit nur einem Ziel vor: Deine kalte und berechnende Logik zu überlisten.
Stell Dir einen bunten Regen an Emotionen, der sich weder steuern noch stoppen lässt, vor.

Diesen Moment in Deinem Leben kenne ich nicht; möge er Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft sein. Kumulierte Gedanken innerhalb einer Sekunde in einer einzigen Synapse. Ein Ozean voller Zweifel und Du mitten drin. Diese Instanz, wo die richtigen Worte fehlen und alles keine Bedeutung mehr zu haben scheint.
Sogar die Hoffnung schwindet, als ob das letzte Kapitel Deines Lebens über die Bühne gleiten würde. Und genau in diesem Augenblick addierst Du – ganz sachte – eine Prise Humor dazu.

Fazit

Ein Kubaner in Bayern - Humor für den Kragen
Photo by Charles Deluvio 🇵🇭🇨🇦 on Unsplash

 

 

Lass mich träumen ♥♫♪

»Weil die alle jetzt ins Ausland gehen!«, sagte mir jemand vor ein paar Wochen, als wir uns über die neuen Künstler in Deutschland und Österreich unterhalten haben.
»Ins Ausland?«, wiederholte ich. »Aber, wohin?!«, wollte ich unbedingt wissen.
»Na, ja. Viele gehen in die USA, dort drüben, wo die großen Träume verwirklicht werden können.«
»Oder zerstört…«, erwiderte ich mit einem negativen, skeptischen Blick.

Angelika Doss - Davon fliegen

Als ich solche starken Worte wie: »große Träume«, »Verwirklichungen« und »ins Ausland gehen« hörte, tummelten sich plötzlich Erinnerungen in meinen Synapsen. Damals, als ich gegen 1996 in meiner Heimat nach neuen Möglichkeiten suchte, um ebenfalls meine Träume anstatt in meiner Heimat, irgendwo im Ausland verwirklichen wollte. Warum? Tja, um das zu beantworten würde ich viel zu viel Stoff benötigen. Dazu vielleicht später in anderen Blog-Beiträge.

20 Jahre später erwacht dieselbe Sehnsucht in anderen Herzen: Träume zu verwirklichen, das Können auf die Probe zu stellen, taub werden für die harte und negative Kritik von anderen, die längst ihre eigenen Träume verraten haben.

Angelika Doss, Studentin, Model und Sängerin hat ihre zweite Single auf den Markt gebracht: »Lass mich träumen« ♥ ☺ ♪ ♫. Vielleicht lag es an meiner Vergangenheit oder dieser Gedanken-Parallelität: »Ziehe dein Ding durch, egal was die Anderen über deine Ziele sagen.« Aber ich habe einen Drang gespürt diese junge Künstlerin zu unterstützen. Gedacht, getan. Rasch, habe ich für 0,99 EUR ihr Single  »Lass mich träumen« gekauft, um ihre Karriere zu unterstützen, um sie ebenfalls wie bei mir, einfach ab und zu träumen zu lassen:

Angelika Doss - Single

Und du?
Jetzt könntest du für nur 0,99 EUR ebenfalls hoffnungsvolle Träume wahr werden lassen! Bist du auch dabei?