Unerreichbare Liebe

Unerreichbare Liebe

Die Stimme in meinem Spiegel

Die Stimme in meinem Spiegel

Einladung zur Achtsamkeit

Kreatives Schreiben – die Prosa für den Frühling eines Gastautors.

Spaziergang für den Frühling

Gleich hinter dem Eingangstürchen im Zaun sehe ich auf dem Pflaster in Kreideschrift die Worte „Hier wohnt das Glück!“ Ein schönes Willkommen – untermalt von vielstimmigem Vogelgezwitscher. Den Weg flankieren Büsche und zwei Pfauen als zierliche Skulpturen. Gartenstühle laden ein, sich niederzulassen, auf dem Tisch davor Pflanzen in kleinen Töpfchen und eine Vogeltränke mit etwas Wasser und einer geöffneten Muschel darin.

Gelbe und rote Primeln leuchten im Schatten und in der Sonne flattert Wäsche auf der Leine neben einem Baum, dessen zarte Blattknospen sich bereits öffnen. Chester, der Familienhund, stürmt frühlingsselig über die kleine Wiese, schnüffelt da und dort und ist voller Energie. Als ich dem Weg weiter folge, fällt mein Blick auf zwei schöne große Amethyst-Drusen, die eine kleine Treppe und ein niedriges Fensterbrett zieren.

Ein Margeritenbäumchen im Topf daneben lässt seine Blütensterne strahlen und als ich mich umwende sehe ich Gartenerde in offenen Säcken und zahlreiche Gefäße verschiedener Größen, die bereitstehen, um neue Pflanzen aufzunehmen. Auch die Treppenstufen zum Hauseingang sind gesäumt von Pflanzen und Blumen in irdenen Töpfchen und Schalen.

Seitlich vom Haus lädt im Schatten ein Basketballkorb zu ein paar Probewürfen ein, daneben im Schuppen wartet ein kleines Wunder: Vier zarte, blassblaue Vogeleier in einem kunstvollen Nest. Hoffnungsträger und Symbol für den Kreislauf des Lebens.

Das letzte Stück meines Rundgangs führt wieder zurück ins Licht und in die Wärme, vorbei an  Gießkannen, Schaufeln, groben Besen – aber auch an ungewöhnlichen Pflanzen, besonderen Steinen, Ziergegenständen und bunten Glaskugeln. Als ich wieder am Ausgangspunkt ankomme, spüre ich deutlich:

Der Frühling ist da!

Autor: Unbekannt.

 

Wer wirst du bald sein?

Heute bin ich aufgestanden und sah durch das Fenster draußen die Sonne scheinen. Stark und kräftig. Und ich dachte mir: »Heute wird wieder ein verdammt guter Tag werden«. Ich hatte eine erholsame Nacht voller schöner Träume und viel Hoffnung. Hoffnung, dass die restlichen Tage meines Lebens so bleiben werden, wie sie jetzt gerade sind: Ein 24-Stunden-Konglomerat von unaufhaltsamen und positiven Veränderungen, die nie stagnieren werden.

Wie der gestrige Tag. Einer dieser Momente, worauf man sich Monate lang freut und es kaum erwarten kann, die bevorstehenden und aufregenden Ereignisse wieder zu erleben. Ja, einer dieser Tage, an denen man gute alte Freunde trifft, nette Auftraggeber wieder sehen darf und alles läuft, wie man es sich -in Vorfreude- vorgestellt hat.

Modenschau / People2People – Backstage!

Auf dem Weg dorthin, zu Pollozek, diesem Ort, wo Inspirationen geboren werden, stellte mir jemanden im Auto eine interessante Frage: »Wer bist du eigentlich?«.

Philip, mein Beifahrer, der philosophische Tänzer aus Salzburg, der seine Träume nicht verraten hat und diesen nachgeht ohne seine Entscheidung,  »mit Hilfe seiner künstlerischen Begabung die gesamte Welt zu entdecken«, anzuzweifeln.

Er hat sich dafür entschieden, nicht das Hamsterrad zu betreten, das viele von uns Leben nennen: Schule, Ausbildung, Studium, Hochzeit, Haus, Kinder, schlafen gehen, aufstehen, arbeiten, Wochenende, schlafen gehen, aufstehen, arbeiten, Wochenende, […], endlich Rente, Urlaub – Tod. Erlösung?
Philip, der gelernt hat, mit wenig viel zu besitzen: Dankbar und zufrieden zu sein für das, was er gerade hat.
Genau derselbe Philip, der taub gegen zerstörerische Kritik, doch sehr aufmerksam auf die kleine Geheimnisse des Lebens geworden ist, um seine Sehnsucht zu materialisieren, um sie seine Realität werden zu lassen.

Philip Hagenhofer – Tänzer und Künstler

Aber es blieb im Auto nicht bei dieser Frage: »Wer sind wir eigentlich?«.
Andere folgten. Fragen, die mich für einen kurzen Augenblick sehr beschäftigten:
Wie bereichern wir andere Menschen?
Was hinterlassen wir, wenn wir diese Welt hinter uns lassen?
Bin ich Motivator, Vater, Coach, Ehemann, Motivationsjäger, Kind, Schriftsteller, Arbeitskollege oder Träumer?
Oder einfach ein eingebildeter Typ, der glaubt alles im Leben erreicht zu haben?
Oder vielleicht alles in der selben Person?

Elfchen – Wer bin ich? / Autor: Anonymus

Fazit

Und Du?
Hast Du Dich jemals diesen Fragen gestellt:
Wie bereicherst Du andere Menschen in Deiner Umgebung?
Was wirst Du hinterlassen nach Deinem Abgang aus dieser Welt?
Wer bist Du wirklich?

Unsinniges Leben?

Heute präsentiere ich ein kurzes Gedicht einer jungen Gastautorin, die mir sehr viel bedeutet. In dem sehr kurzen Zeitraum von fünfzehn Frühlingen hat ihr das Leben sein wahres ICH gezeigt: Licht und auch Schatten. Bittere Enttäuschungen verkleidet als Veränderungen. Diese unangenehmen Erfahrungen auf dem langen Weg des Erwachsenwerdens. Doch alles hat sich zum Guten gewendet. Eine neue Schule, neue Freunde und eine neue Umgebung haben sehr viel geholfen.

Vor einiger Zeit hat diese junge Dame eine Aufgabe in ihrer neuen Schule erhalten: Schreibe ein Gedicht über den Sinn des Lebens. Und das Ergebnis dieser Arbeit möchte ich hier mit Euch teilen…:

Unsinniges Leben?

Das Wichtigste im Leben
Immer aufzustehen und nicht aufzugeben?
Die große Liebe zu finden,
oder nie zu erblinden?

Jeder lebt mit einem anderen Grund,
drum läuft´s bei jedem immer anders rund.
Doch viele Leute sehen nicht,
es ist nicht alles Arbeit und Pflicht.

Auch Liebe, Freude, Glück und Spaß,
spielen im Leben eine große Rolle,
zwar nicht im Übermaß,
deshalb verliere nie die Kontrolle.

Freunde? Das ist so ein Thema,
da findet man nie das richtige Schema.
Sie kommen und gehen, deshalb überlege,
mit wem du bleibst stehen.

Fake-Friends, so nennt man Leute heute,
sie werden langsam zu einer richtigen Meute.
Vertrauen? Das ist heute nur ein Begriff,
so wie Treue, denn siehe da, jeder lässt dich im Stich.

Bestimme selbst, was du tust und lässt bleiben,
merk dir: Du musst dein eigenes Buch schreiben.
Um deiner Geschichte damit zu erlauben
in den Gedanken der anderen einen Platz zu rauben.

Samantha - Unsinniges Leben
Gastautorin: Samantha Molina Domínguez

Fazit

Manche sagen, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt… das mag vielleicht stimmen, aber auf jeden Fall bin ich sehr froh darüber, dass meine Tochter wieder das Lächeln gefunden und das Schreiben für sich ebenfalls entdeckt hat. Denn wenn wir schreiben, befreien wir uns, wir geben etwas von uns preis.

Und das ist der Grund, warum ich das jeden Sonntag um 10:00 Uhr mit meiner vollen Überzeugung tue. Und hoffe dabei, euch eine Prise Inspiration zu geben, um etwas in Bewegung zu setzen: Einen Gedanken,  eine Selbstreflexion, oder einfach einen winzigen Impuls, um nicht stehen zu bleiben.

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Blöd macht Sinn

Warum du manchmal Blödsinn machen/schreiben solltest

Heute, Donnerstag den 28.09.2017, habe ich blau gemacht. Ich war nicht in der Arbeit, sondern ganz woanders, zusammen mit Gleichgesinnten. Aber mach Dir keine Sorgen über den Gedanken, dass mein Arbeitgeber diesen Beitrag lesen könnte,  mein kleines Geheimnis gelüftet wird und ich eine Abmahnung riskiere. Das kann gar nicht passieren, weil ich mir einen halben Tag Urlaub gegönnt habe. Denn diese Zeit ist für mich sehr wertvoll.

Bestimmt willst Du wissen, wo ich heute so früh unterwegs war. Nein?
Egal, ich sage es Dir trotzdem. Ich war in Bad Reichenhall. An einem schönen Ort, wo ich mich mit anderen Menschen treffe, um gemeinsam unserer  Leidenschaft nachzugehen: Dem Schreiben. Genauer gesagt, habe ich an einer literarischen Schreibwerkstatt teilgenommen.

Warum ich mehrmals im Jahr dorthin gehe, erzähle ich Dir in einem anderen Beitrag. Wichtig ist nur zu wissen, was wir in diesem mystischen Raum  hervorbringen: Wir tanken Inspiration, zaubern mit Wörtern und schreiben seelische Kunstwerke. Ich weiß, ich weiß… ein wenig weit hergeholt. Aber so behalten ich diese Momente immer in meiner Erinnerung.

Das Thema von heute war Glück…:

Erfolgt macht Glück

Die Suche danach und was jeder darunter versteht. Und wie du schon weißt, sind wir auf diesem Gebiet ALLE Experten!
Der Morgen ist super gelaufen, wir haben viele Techniken gelernt, um das Schreiben zu beflügeln. Die Zeit ist unbemerkt an uns vorbei gerauscht, bis wir keine mehr hatten. Am Ende unserer heutigen Reise durch die Welt der Wörter bekamen wir eine aufregende Aufgabe: Das Wortspiel „Blöd macht Sinn“ der Autorin namens Barbara Pachl Eberhart www.barbara-pachl-eberhart.at (Poesie- und Schreibpädagogin). Das Malen mit Wörtern.

Die Herausforderung war ganz einfach: Mit einem begrenzten Wortschatz
– 3 Hauptwörter, 3 Verben -, wenig Zeit und viel Fantasie, mussten wir eine kurze Geschichte schreiben.

Der Wortschatz:

3 Hauptwörter: Haus – Geranien – Klingelknopf
3 Verben: schweben – leuchten – verblassen

Der Zeitraum:

15 Minuten

Meine kurze Geschichte:

In einem Haus wohnte eine vierköpfige Familie, Mama, Papa und ihre zwei Kinder, die das Teilen nie gelernt hatte. Tagelang stritten sie sich miteinander um das letzte Stück Essen auf dem Tisch. Die Erledigung mancher Aufgaben dauerte ziemlich lange, wie das Putzen des Klingelknopfes oder die Bewässerung der Geranien, da keiner dem anderen helfen wollte.

Doch eines Tages wurde die Mama sehr krank. So krank, dass ihre Augen in der Dunkelheit leuchteten und ihr Körper mitten im Raum schwebte. Und obwohl die Familie das Teilen nicht gewohnt war, teilten sie das Bild auf Facebook. Danach konnte jeder im Netz sehen, was passieren kann, wenn eine Person nicht teilen kann. Das Bild wurde 2 Milliarden Mal geteilt, da keiner Opfer dieser Krankheit werden wollte.

Dadurch hat die Familie viele Abonnenten und viel Geld auf das Konto bekommen, wovon sie sich endlich eine neue Waschmaschine und einen Arzt leisten konnte. Die Waschmaschine war gleich kaputt, aber der Arzt hat herausgefunden, dass die Mutter einfach nur eine Erkältung hatte. Rasch wurde ihre ein Medikament verschrieben und voilà, alles war wieder in Ordnung.

Nun wusste die Familie wozu das Teilen auch gut sein kann. Ab diesem Tag, teilten sie alles miteinander: Das Essen, die Hausaufgaben, 4 : 2 sogar die Freude. Denn gemeinsam sind wir stark und unsere Erinnerungen verblassen nicht.

Fazit

Natürlich sagt uns die Geschichte gar nichts. Ich kann sie nicht einmal verwenden, um jemandem etwas Wertvolles mitzuteilen, geschweige denn um sie einem guten Freund zu schenken.

Aber… müssen wir das wirklich machen?
Immer korrekt, immer perfekt sein?
Alles akkurat machen, bis wir im Perfektionismus ertrinken?

Perfektionismus

Nein! Behaupte ich. Denn es macht einfach Spaß, ab und zu aus der Reihe zu tanzen, irgendeinen Blödsinn zu machen, wieder ein Kind zu sein.
Und vergiss nicht: in dem Wort Blödsinn steckt auch Sinn drinnen.

Und welchen Blödsinn machst/schreibst Du als Nächstes?

 

 

Das Geheimnis

Das Geheimnis – Therapie für die Seele

Therapie ist ein leeres und unbedeutsames Wort,  wenn man diese bloße Aneinanderreihung von Buchstaben ohne den melancholischen Kontext betrachtet.  Ohne die versprochene Heilung verliert alles irgendwann seinen Sinn. Vor vielen Jahren habe ich irgendwo gelesen, dass jeder von uns Sterblichen seine eigene Therapie im Laufe des Lebens – gewollt oder nicht – durchmacht. Mittlerweile bin ich mir mit dieser Behauptung sogar sicher. Vor dem Abgrund der kaputten Beziehungen, über ein paar traumatische Erlebnisse bis zu der Vergewaltigung unserer eigenen Überzeugungen. Gebrochene Herzen während einer langen Beziehung, zerstörte Träume auf dem gelobten Weg zum Erfolg, verlorene Sehnsucht nach den Jahren oder die nicht wiederkehrenden Hoffnungen im Anschluss an die schmerzhaften Niederlagen. Du kannst Dir etwas aussuchen – eine freie, greifbare und kostenlose Wahl der Rechtfertigungen, um das „Aber“ in der Mitte jeden Satzes, auf der Suche nach unseren besten Ausreden, warum das hier nicht klappt oder jenes nicht funktioniert, wie wir es haben wollen. Um dann alles in einem Topf wild zusammen zu werfen, um später die passende Lösung zu finden. Ja, später… aber wie lange soll das Warten überdauern, diese Ewigkeit in uns verweilen, wie unendlich soll das entfernte „Später“ auf uns warten?

Es ist allen bekannt, dass jeder Mensch in seiner eigenen Welt lebt und nach seinen Regeln  und Überzeugungen im Kopf agiert. Nicht umsonst gibt es diese weisen, logischen Sprüche, die wir wiederholen ohne oft die wahre Essenz zu erahnen. Eine könnte lauten:

EinKubaInBa - Der Kluge

Ja, immer diese Ratschläge von den Anderen auf einem Stück Papier. Als ob, sie es besser wüssten. Denn am Ende des Tages stehen wir alle da – am Abend alleine vor dem Spiegel – und müssen mit den uns zur Verfügung stehenden Waffen, Fähigkeiten und Ressourcen unsere eigene Dämonen bekämpfen.

Wege, um diese so genannte Therapie durchzuführen, gibt es viele. Einige Methoden werden von Spezialisten als „richtig“ befunden, andere Lösungen wirken im Gegensatz nur vorübergehend, manche sind sogar unerwünscht oder verdreht, voller Steine und Beschwerden. Viele finden „die Erlösung“ in den alkoholischen Getränken. Genau da, wo man seine längst gestorbenen Träume am besten ertränken und begraben kann. Die „Starken“ wagen es diese  Therapie anders zu bewältigen… mit Gewalt; um seinen Liebsten aus der Nähe dasselbe anzutun, dessen Opfer sie früher selbst waren. Doch diese Lösung ist mir fremd. Und das ist gut so, denn sie erzeugt noch mehr Elend und zieht den Täter in eine unendliche Spirale der Verzweiflung, deren Ausgang ohne Hilfe schwer zu finden ist. Ich…, für meinen Teil, wählte einen anderen Weg der Therapie. Ein Weg der Ruhe und der Gelassenheit. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob dieser Weg „der Richtige“ ist oder, ob das alles hier funktionieren wird und seine Früchte trägt. Aber die Zeit wird uns darüber berichten und es uns zeigen. Zur meiner Therapie habe ich mich für das kreative Schreiben (http://wordhunting.net/) entschieden und es sogar Selbsttherapie genannt.

Mit einer großen Wahrscheinlichkeit erzähle ich Dir später, wie ich dazu gekommen bin. Aber jetzt möchte ich Dir etwas anderes erzählen.

EinKubaInBa Das Geheimnis

Und Du… welche Art von Therapie wendest Du an, um das alles hier und dort auf dieser Welt zu ertragen?

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