Selbstversuch für unsere Zukunft

Vor einer Woche am Samstag habe ich im Fernsehen etwas Schockierendes gesehen. Der Mittelpunkt war nicht irgendein Bürgerkrieg irgendwo auf dieser Welt, oder das illegale Handeln mit Organen in dunklen Räumen von Krankenhäusern; der Fokus war auch nicht das Ritzen von Jugendlichen im rosa gestrichenen Kinderzimmer wegen starken Depressionen (die sogenannte Blue-Whale-Challenge); und einen Kampf gegen die traumatische Kinderarbeit in fremden Ländern suchte man hier vergebens. Nein, nein, nein. Denn hier ging es, um etwas anderes; es ging um Essen.

Da haben sich Leute ernsthaft drüber unterhalten, dass als Hartz-IV Empfänger man oder Frau die Möglichkeit nicht hätte, eine ausgewogene und gesunde Ernährung seinen Kindern anzubieten, weil das Vaterland zu wenig „zahlt“.

Während der Reportage teilten sich die Teilnehmer in zwei verfeindete Lager: Eine Gruppe – in der sich ein paar Harzt-IV Empfänger sich befanden – behauptete, dass es unmöglich wäre mit einem Regelsatz von 409 € im Monat (Dieser Regelsatz sollte den laufenden und einmaligen Bedarf für Ernährung, Kleidung, Körperpflege, Hausrat, Strom (ohne Heizung) und für die Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie in vertretbarem Umfang auch für Beziehungen zur Umwelt und die Teilnahme am kulturellen Leben decken) seine Kinder gut zu ernähren; die andere Truppe – unter anderen Gelehrte, auch Psychologen – war dagegen und davon überzeugt, dass es wohl zu schaffen wäre.

Ein Teilnehmer der  zweiten Gruppe hat sich bestimmt später im Programm  viele Freunde mit folgender Verallgemeinerung gemacht: »… fast alle Hartz-IV Empfänger sind zu faul und haben keine Lust für ihre Kinder vernünftig zu kochen« . Wuaah! Ein heikles Thema. Trotzdem ist nichts passiert. Später etwas gelangweilt, schaltete ich die Kiste aus. Aber diese Aussage von einem der Teilnehmer ging mir nicht aus dem Kopf »Ich kann ALLE meine Kinder mit so wenig Geld nicht ernähren«.

Und da ich nichts gegen Hartz-IV Empfänger, Psychologen, Arbeitlose oder Ausländer habe – nur gegen Banker, Herpes und el Niño, weil sie genau dann erscheinen, wenn man am wenigsten damit rechnet und keine gute Nachrichten hinterlassen – dachte ich mir: Vielleicht kann ich  dieser Menschen mit einem kleinen Rezept aus meiner kubanischen Heimat unterstützen. Man nehme:

  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Tomaten
  • Salat
  • Fleisch
  • Mais
  • Käse
  • Barbecue-Saucen (Chilli, Cocktail, Ketchup)
  • Tortillas (Wraps)

Rasch bin ich zum Globus einkaufen gefahren. Hey, Leute… da war die Hölle los. Ich weiß nicht, warum viele Menschen der Meinung sind, dass sie über das Wochenende verhungern könnten. Aber das sollte mich nicht  von der Durchführung meines Vorhabens abhalten. Ich holte meine Zutaten schnell, ging brav zur Kasse und zahlte – ~23 € insgesamt. Dann zurück nach Hause und mich gleich in die Küche einquartiert. Es war Zeit mit dem Selbstversuch anzufangen!

Auf die Plätze, fertig… los!

Ich habe gewaschen, geschält, gesalzen und  gebraten,  was das Zeug hielt.

knoblauch_fleisch_pfanne

Braten, braten und braten…

fleisch_in_drei_schritte

… und irgendwann war das Fleisch auch durch.

Die anderen, leckeren Zutaten waren an der Reihe: Käse, Knoblauch, Salat und Erdbeeren. Ja, du hast richtig gelesen… Erdbeeren 😉

salat_kässe_mais

Et voilà mit ein wenig Geduld stand bald alles zum Essen bereit:

alles_ist_fertig_2

Ich hoffe dieses Rezept kann jemandem helfen, denn Ernährung hat Prio 1 und sollte für niemanden eine unüberwindbare Hürde sein. Denn es geht um den Wohlstand unserer Kindern. Es geht um unsere Zukunft.

 

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken