Blöd macht Sinn

Warum du manchmal Blödsinn machen/schreiben solltest

Heute, Donnerstag den 28.09.2017, habe ich blau gemacht. Ich war nicht in der Arbeit, sondern ganz woanders, zusammen mit Gleichgesinnten. Aber mach Dir keine Sorgen über den Gedanken, dass mein Arbeitgeber diesen Beitrag lesen könnte,  mein kleines Geheimnis gelüftet wird und ich eine Abmahnung riskiere. Das kann gar nicht passieren, weil ich mir einen halben Tag Urlaub gegönnt habe. Denn diese Zeit ist für mich sehr wertvoll.

Bestimmt willst Du wissen, wo ich heute so früh unterwegs war. Nein?
Egal, ich sage es Dir trotzdem. Ich war in Bad Reichenhall. An einem schönen Ort, wo ich mich mit anderen Menschen treffe, um gemeinsam unserer  Leidenschaft nachzugehen: Dem Schreiben. Genauer gesagt, habe ich an einer literarischen Schreibwerkstatt teilgenommen.

Warum ich mehrmals im Jahr dorthin gehe, erzähle ich Dir in einem anderen Beitrag. Wichtig ist nur zu wissen, was wir in diesem mystischen Raum  hervorbringen: Wir tanken Inspiration, zaubern mit Wörtern und schreiben seelische Kunstwerke. Ich weiß, ich weiß… ein wenig weit hergeholt. Aber so behalten ich diese Momente immer in meiner Erinnerung.

Das Thema von heute war Glück…:

Erfolgt macht Glück

Die Suche danach und was jeder darunter versteht. Und wie du schon weißt, sind wir auf diesem Gebiet ALLE Experten!
Der Morgen ist super gelaufen, wir haben viele Techniken gelernt, um das Schreiben zu beflügeln. Die Zeit ist unbemerkt an uns vorbei gerauscht, bis wir keine mehr hatten. Am Ende unserer heutigen Reise durch die Welt der Wörter bekamen wir eine aufregende Aufgabe: Das Wortspiel „Blöd macht Sinn“ der Autorin namens Barbara Pachl Eberhart www.barbara-pachl-eberhart.at (Poesie- und Schreibpädagogin). Das Malen mit Wörtern.

Die Herausforderung war ganz einfach: Mit einem begrenzten Wortschatz
– 3 Hauptwörter, 3 Verben -, wenig Zeit und viel Fantasie, mussten wir eine kurze Geschichte schreiben.

Der Wortschatz:

3 Hauptwörter: Haus – Geranien – Klingelknopf
3 Verben: schweben – leuchten – verblassen

Der Zeitraum:

15 Minuten

Meine kurze Geschichte:

In einem Haus wohnte eine vierköpfige Familie, Mama, Papa und ihre zwei Kinder, die das Teilen nie gelernt hatte. Tagelang stritten sie sich miteinander um das letzte Stück Essen auf dem Tisch. Die Erledigung mancher Aufgaben dauerte ziemlich lange, wie das Putzen des Klingelknopfes oder die Bewässerung der Geranien, da keiner dem anderen helfen wollte.

Doch eines Tages wurde die Mama sehr krank. So krank, dass ihre Augen in der Dunkelheit leuchteten und ihr Körper mitten im Raum schwebte. Und obwohl die Familie das Teilen nicht gewohnt war, teilten sie das Bild auf Facebook. Danach konnte jeder im Netz sehen, was passieren kann, wenn eine Person nicht teilen kann. Das Bild wurde 2 Milliarden Mal geteilt, da keiner Opfer dieser Krankheit werden wollte.

Dadurch hat die Familie viele Abonnenten und viel Geld auf das Konto bekommen, wovon sie sich endlich eine neue Waschmaschine und einen Arzt leisten konnte. Die Waschmaschine war gleich kaputt, aber der Arzt hat herausgefunden, dass die Mutter einfach nur eine Erkältung hatte. Rasch wurde ihre ein Medikament verschrieben und voilà, alles war wieder in Ordnung.

Nun wusste die Familie wozu das Teilen auch gut sein kann. Ab diesem Tag, teilten sie alles miteinander: Das Essen, die Hausaufgaben, 4 : 2 sogar die Freude. Denn gemeinsam sind wir stark und unsere Erinnerungen verblassen nicht.

Fazit

Natürlich sagt uns die Geschichte gar nichts. Ich kann sie nicht einmal verwenden, um jemandem etwas Wertvolles mitzuteilen, geschweige denn um sie einem guten Freund zu schenken.

Aber… müssen wir das wirklich machen?
Immer korrekt, immer perfekt sein?
Alles akkurat machen, bis wir im Perfektionismus ertrinken?

Perfektionismus

Nein! Behaupte ich. Denn es macht einfach Spaß, ab und zu aus der Reihe zu tanzen, irgendeinen Blödsinn zu machen, wieder ein Kind zu sein.
Und vergiss nicht: in dem Wort Blödsinn steckt auch Sinn drinnen.

Und welchen Blödsinn machst/schreibst Du als Nächstes?

 

 

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